1997 entstand das MAOTHAI am Fasanenplatz in der Meierottostraße.
Das Restaurant befand sich in einem prachtvollen Haus der Jahrhundertwende nahe Ludwigkirchplatz und Schaubühne. Bis 1933 hatte dort unter anderem Heinrich Mann gewohnt. Zarah Leander betrieb dort eine Künstlerpension, später lebte Sabine Christiansen im Dachgeschoss. Im einstigen Café Cristal traf sich in den 70er und 80er Jahren die West-Berliner Prominenz und man sagte ihm nach, dass dort selbst im Hochsommer Schneestürme tobten.
Das Restaurant wurde bald erneut zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt - diesmal für Diplomaten, Künstler, internationale Gäste und die Berliner Szene.
Kasit Piromya, der spätere thailändische Außenminister, empfing dort häufig seine Besucher.
Der Eröffnung kam auch eine symbolische Bedeutung zu. Immer wieder hatten westdeutsche Besucher im Ost-Berliner Stammhaus arrogant erklärt: „Ihr habt eure Wurzeln doch sicher im Westen.“ Nur allzu oft hatten westdeutsche Firmen nach 1989 ehemalige DDR-Betriebe im Handstreich übernommen und als Filialen etabliert. Gerade deshalb entstand dieses Restaurant mitten in der besten Gegend West-Berlins. Und um in der Sache Klarheit zu schaffen, fügte ich dem Namen des Restaurants im Prenzlauer Berg nun offiziell „Stammhaus“ hinzu.










