BERLIN NACH DEM MAUERFALL

Geschichte einer Gruppe thailändischer Restaurants in Berlin und Palma

THAI FOOD MAGIC
MAOTHAI

Die Geburt des Maothai (1992–1993)

Als 1993 das MAOTHAI Stammhaus in der Wörther Straße 30 im Prenzlauer Berg eröffnete, war dieser Stadtteil noch weit entfernt von seiner späteren Gentrifizierung. Zwischen den grauen Fassaden mit ihren Kriegsspuren lebten vor allem Arbeiter, Studenten und Intellektuelle einen ganz normalen Alltag.

Das Restaurant sollte ein Stück der großen weiten Welt in einen Teil Berlins bringen, der jahrzehntelang von ihr abgeschnitten gewesen war.

Die Schaffung des Maothai geriet zu einem Sinnbild der Zeit. Damit das Restaurant überhaupt öffnen konnte, wurde die Wörther Straße fünfmal aufgegraben, um neue Gas-, Wasser- und Stromleitungen zu legen. Das Maothai besaß den ersten AMEX-Kreditkartenleser im Ostteil Berlins und wurde schnell auch bei internationalen Gästen bekannt.

Es war mehr als ein Restaurant. Es war ein Zeichen dafür, dass der frühere Osten sich der Welt öffnete.

Der Prenzlauer Berg vor dem Boom

Der Prenzlauer Berg der frühen neunziger Jahre, geprägt von bröckelnden Fassaden und dem Dunst aus Kohleöfen, in einer Mischung aus Aufbruch und Verfall, barg in sich noch die frühere ostdeutsche Leichtigkeit des Seins. Doch inmitten der Ruinen des alten Ostens war nun Raum für neue Ideen, und gute internationale Restaurants waren damals noch eine Seltenheit.

Aufbau gegen Widerstände

Vieles musste improvisiert werden. Behörden arbeiteten chaotisch, Zuständigkeiten wechselten ständig, Infrastruktur fehlte. Doch genau diese Mischung aus Unsicherheit und Freiheit machte die Zeit einzigartig.

Die ersten Gäste

Schon bald kamen Besucher aus aller Welt. Für viele internationale Gäste war es faszinierend, mitten im ehemaligen Ost-Berlin plötzlich ein Restaurant mit anspruchsvoller Thai-Küche zu entdecken.

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